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Mama, wo sind die Hippies?

Die letzten drei Tagen standen im Zeichen der Hippies. Wir haben so viel erlebt und gesehen, dass es sich schon wie eine Woche anfühlt. Am Dienstag waren wir in Port de Sant Miquel baden und danach ging‘s in die Cala de Benirràs – eine wunderschöne Bucht, wo Hippies, Lebenskünstler, Aussteiger und Andersdenker den Sonnenuntergang zelebrieren. Direkt am Strand findet dreimal in der Woche ein süßer kleiner Hippiemarkt statt. Nach dem Abendessen in einem Stylorestaurant direkt am Strand    haben wir Las Dalias einen Besuch abgestattet. Der für mich bis jetzt beeindruckendste Hippiemarkt wurde 1954 als Restaurant und Hippietreffpunkt bei Sant Carles eröffnet und findet ganzjährig statt. Hier gibt es Livemusik, leckeres Streetfood, eine märchenhafte Kids Area mit Schminken, Verkleiden, Popcorn, Basteln, ein abgefahrenes  Kinderkarussell, das ein netter, alter Hippiemann allein mit Muskelkraft und im Kreis laufen bewegt und natürlich unzählige wunderschöne farbenfrohe Boho-Hippiesachen, die, allein durch’s Anschauen gute Laune machen. Hier haben sich die Mädels in die weißen Kleidchen mit den bunten Quasten verliebt, in denen sie wie echte kleine Hippiemädels aussehen. Die nette Frau am Stand, sagte dass sie schon seit 20 Jahren ihren Stand in Las Dalias hat. Das ist etwas, was mir richtig gut gefällt – viele Dinge gibt es eben NUR auf diesem einen Hippiemarkt, man bekommt sie nirgendwo sonst. So nimmt man sich ein Stück Unique-Ibiza mit heim und nicht irgendein Andenken, was überall zu finden ist. Ich habe mich an diesem Abend mal wieder in eine (leider ziemlich teure) Tasche verliebt, die es auch nur dort gibt. Ich habe sie nicht mitgenommen, aber sie geht mir nicht aus dem Kopf und daher geht es am Samstag nochmal nach Las Dalias – hoffentlich ist sie noch da…

Am Mittwoch haben wir Punta Arabi – den größten Hippiemarkt der Insel mit 700 Ständen – unsicher gemacht. Ein tolles Erlebnis – kommt aber vom Ambiente und Feeling lange nicht an Las Dalias ran. Am späten Nachmittag sind wir zur Cala Llenya an den Strand gefahren – ein Tipp unseres lieben Zimmermädchens. Super geeignet für Familien mit kleinen Kindern, wenn nicht gerade die gelbe oder weiße Flagge am Rettungsschwimmerturm gehisst ist, denn dann besteht Quallengefahr. Unsere kleine Alma wurde von einer Qualle am Bein verletzt, aber sie war ganz tapfer. Die Rettungsschwimmer haben uns eine Salbe gegeben und am nächsten Tag war schon wieder alles gut. Am Abend ging’s nach Sant Carles für die beste Take-away-Pizza der Insel. Danach konnten die Kids ihr letztes Eis für diesen Tag vor einem süßen kleinen Eisladen mit 50s Flair und bonbonfarbenem Interieur und wir – dank Mini Public Viewing – das Kroatien/England Spiel genießen.

Gestern, also Donnerstag, waren wir am Cap Blanc im Höhlenaquarium von Sant Antoni. In den natürlichen Meerwasserbecken tummeln sich graue Glatthaie, ein Krake, Seesterne, Rochen und viele andere Meeresbewohner. Ein Traum für Bruno – unseren kleinen Tierfanatiker. Im Anschluss sind wir in den äußersten Südwesten zur Cala d‘Hort gefahren. Baden und Traumblick auf die Dracheninseln „Es Vedranell“ und „Es Vedrà“. Smilla ist beim Felsklettern mit Bruno abgerutscht und ihre Unterlippe ist aufgeplatzt. Viel Blut, aber wenig Tränen – tapfere kleine Maus. Dieser wunderschöner Tag fand seinen Abschluss in einem Bergrestaurant mit malerischem Ausblick.

Heute (Freitag) genießen wir erstmal ausgiebig unseren Pool und später geht‘s noch zu einem kleinen Bauernhof…